Fritz-Hornschuch-Platz ©JOMA Landschaftsarchitektur, Bamberg
Konrad-Popp-Platz ©JOMA Landschaftsarchitektur, Bamberg

Neugestaltung der zentralen Plätze

Sieger des Wettbewerbs ist JOMA Landschaftsarchitektur aus Bamberg

Die Gemeindevertreter freuen sich auf die Umsetzung der schönen Entwürfe.

Zur Gestaltung des Konrad-Popp-Platzes und des Fritz-Hornschuch-Platzes hat die Gemeinde einen freiraumplanerischen Wettbewerb ausgelobt. Das Wettbewerbsgebiet umfasst eine Fläche von ca. 0,5 ha. Drei Landschaftsarchitekturbüros hatten Entwürfe entwickelt, aus denen eine Jury am 19.02.2020 den Gewinner kürte. 

Das sagt der 1. Preissieger Dipl. Ing. (FH) Paul Böhmer zum KONRAD -POPP-PLATZ:

"Eine attraktive Platzfläche für festliche Veranstaltungen und zugleich für den täglichen Aufenthalt zu gestalten ist die Leitidee für den Konrad- Popp-Platz. Die Verkehrsführung des PKW-Verkehrs bleibt unverändert,
führt jedoch großteils über mit Naturstein befestigte Flächen und unterstreicht damit den platzartigen Charakter der Fläche.

Zentraler Treffpunkt und Aufenthaltsbereich ist das Baumdach. Eine Brunnenanlage und Sitzbänke laden unter dem lichten Baumdach aus Goldrobinien zum Verweilen ein und erinnern an die ehemalige Nutzung als Marktplatz. Nördlich des Brunnens werden Spielgeräte für Kinder angeboten. Die wassergebundenen Fläche unter dem Baumdach dient als Treffpunkt für den mittäglichen Spaziergang, wird zum Boule-Spielen genutzt oder dient zum Ausruhen im Sonnenschein.

Der Festplatz südlich des Baumdaches, mit Bezug zum ehemaligen Gasthof Schwarzer Adler, soll zukünftig für Feste, wie den Adventsmarkt oder die Kirchweih genutzt werden. Für den Kirchweihbaum ist hier eine Halterung vorgesehen. Da es das alte Kino in Mainleus nicht mehr gibt, könnte auf dieser Fläche im Sommer auch eine Open-Air-Kino stattfinden. Bei Veranstaltungen kann dieser Bereich dann für den Verkehr gesperrt werden. Finden keine Veranstaltungen statt, wird hier geparkt.

Die bestehende Terrasse vor dem Gasthof Schwarzer Adler wird entfernt. Eine Freitreppe mit barrierefreier Rampenanlage und Freisitzfläche auf Platzniveau ist geplant. Im ehemaligen Gasthof sollten im Erdgeschoss öffentliche Nutzungen, beispielsweise Bürgersaal oder Gastronomie untergebracht werden. Im Obergeschoss ist Wohnnutzung denkbar.

Am Übergang zur Hauptstraße hin bilden bestehende und ein neuer Solitärbaum am ehemaligen Gasthof eine Torsituation und klare Raumkante aus. An dieser Stelle wird ein neues Gebäude vorgeschlagen um die gewünschte Raumkante noch deutlicher ausbilden zu können.

An der Westseite der Platzfläche wechseln sich Parkplätze und neu gepflanzte Hopfenbuchen ab [...].

Die Beleuchtung befindet sich beidseits entlang der Häuserzeilen, für das Baumdach sind zusätzliche Bodenstrahler vorgesehen. An der Hauptstraße führt ein neuer Fußgängerüberweg über die Straße. Parkbuchten entlang der Hauptstraße regulieren den ruhenden Verkehr und beruhigen den Verkehrsfluss. Infotafeln erinnern an die frühere Marktnutzung und gehen konkret auf die ‚Gemeindewaage‘ und den ‚Färbereikanal‘ ein.

©JOMA Landschaftsarchitektur, Bamberg
©JOMA Landschaftsarchitektur, Bamberg

… und zum FRITZ-HORNSCHUCH-PLATZ MIT GENOSSENSCHAFTSPLATZ:

Der Fritz-Hornschuch-Platz wird als zusammenhängender, langgestreckter Raum vom Genossenschaftsplatz über das Rathaus und die Schule bis hin zur Wendeschleife der Schulbusse gesehen. Durch die Verschiebung der Straßenführung nach Norden entsteht eine großzügige Platzfläche, die alle bisherigen und neuen Nutzungen vereint.

Auch hier ist ein Baumdach aus Goldrobinien vor dem Rathaus, analog zum Konrad-Popp-Platz, ein Treffpunkt und Anlaufpunkt. Das Baumdach und ein Solitärbaum an der begrünten Fahrradüberdachung, unterstützt durch ein einheitliches Staudenbeet vor dem Schulgebäude, rahmen den Gebäudekomplex Rathaus mit Schule ein und heben diesen Bereich städtebaulich hervor.

Unter dem Baumdach entsteht ein Imbiss mit WC in Leichtbauweise mit Holzverkleidung. Sitzmobiliar wird umliegend platziert. Ein Trinkwassersspender wird angeboten. Der sanierte Brunnen mit neuer Einfassung liegt auf einer gedachten Linie zwischen Baumdach und Solitärbaum.

Der Genossenschaftsplatz liegt an der westlichen Hauptstraße. Das hier zu findende Häuserensemble, im 20. Jahrhundert in genossenschaftlichem Eigentum, gibt dem Platz seinen Namen. Pflanzungen von Rotdornbäumen und ein ansprechendes Staudenbeet werten den Platz auf. Sitzbänke und insgesamt vier Stellplätze mit Fugenpflaster werden angeboten. Die bisher gegenüber des Rathauses gelegenen Parkplätze, werden auf die Gegenseite verlagert. Die Querung der Straße ist nicht mehr notwendig [...].

Mit der Umgestaltung und dem Anschluss des Rückgebäudes an das Rathaus, können hier mindestens drei weitere Parkplätze außerhalb des Wettbewerbsgebietes entstehen. An der Einmündung zum Kirchweg, im südlichen Abschnitt des Fritz-Hornschuch-Platzes, entsteht vor einem Gebäude mit nun leerstehendem Laden ein neuer Aufenthaltsbereich. In dem Gebäude wird ein hohes Potential gesehen. Denkbar ist ein Café oder Laden, möglicherweise Bürgercafé oder als Bürgerladen. Eine Infotafel weist hier auf die interessante Geschichte des Bodendenkmals ‚Am Gräberfeld‘ hin."